Kampfkunst als Medium einer körperorientierten Psychotherapie
In der Kampfkunst ist der Lehrer ein Wegbegleiter. Der Lehrer des Weges oder der Meister -japanisch Sensei- hat in den asiatischen Kulturen eine andere Bedeutung als in Europa.
Dort ist er nicht nur derjenige, der einem Schüler Wissen oder Können vermittelt, sondern derjenige, der den Weg (Do) zeigt.
Dazu bedient er sich einer Kunst, deren Ziel jedoch über das Erlernen der Formen hinaus in einer inneren Auseinandersetzung besteht.

"Kampfkunst beschränkt sich nicht wie Kampfsport auf das Vorbereiten auf Wettkämpfe und das Training in der Halle, sondern bezieht sich auf das gesamte Leben."
Die traditionellen asiatischen Kampfkünste stellen den Menschen und seine innere Entwicklung in den Mittelpunkt. Die Techniken sind sekundär.
"In der Kampfkunst besteht Effektivität nur zu zehn Prozent aus Technik, zu neunzig Prozent aber aus dem "Eins-sein" mit sich selbst, indem man sich nicht selbst im Weg ist" (Walter, in: Connection spezial 5/1992).





